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männliche Kirche, weibliche Technik 7 März, 2009

Posted by Tobüas in Tiefsinn? Unsinn?.
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Wo wir grad bei den Männerthemen (DMAX, Pornos 🙂 ) sind: In der letzten Ausgabe von adam online (sehr zu empfehlendes kostenloses christliches Männermagazin) war ein sehr guter Artikel darüber, warum Männer nicht in die Kirche gehen (ich hoffe der Link funktioniert auch dann noch, wenn der Artikel ins Archiv gewandert ist). In dem Artikel schreibt der Autor, warum Männer und Kirche sich genauso zueinander verhalten wie Frauen und Technik 🙂

Seine Analyse des Geschlechterverhältnisses kann ich voll bestätigen. Er hält sich an die Statistiken der EKD, ich orientiere mich an meiner Hochschulgruppe, und kann seine Beobachtung nur bestätigen. Bei uns kommen auf jeden Mann etwa 3 bis 4 Frauen, also natürlich nur vom Mengenverhältnis. Genauso ist bei uns übrigens das Verhältnis von Leuten von der Uni zu PH (Pädagogische Hochschule). Wobei sich das vielleicht auch irgendwie bedingt, immerhin gibt es an der PH ja fast nur Frauen, ergo wenn fast alle unserer Leute von der PH sind, müssen es auch fast alles Frauen sein. Gut, der Schnitt bei uns ist etwas verzerrt, aber im Grunde hat der Autor recht mit seiner Feststellung, die nicht nur für den landeskirchlichen Bereich gilt, sondern auch für die Freikirchen.

Gut, die Analyse ist jetzt nicht die große Leistung, jeder Blinde sieht das genauso. Interessanter als die offensichtlichen Fakten ist natürliche die Frage nach dem ‚Warum‘. Kurz zusammengefasst lautet seine These: Die Art, wie geistliches Leben in der Gemeinde gestaltet wird, ist für viele Kerle zu feminin. Der Autor des Artikels macht viel am Inhalt von Lobpreisliedern fest, sagt sie wären vom Inhalt her sehr auf die weibliche Art von Beziehungspflege und dem Ausruck von Liebe geprägt.

Vor kurzem war ich auf einem Gebetstreffen. Ich finde dieses Treffen sehr wichtig, ich mag die Leute, auch wenn ich sie nicht so gut kenne. Trotzdem bin ich oft froh, wenn solche Treffen vorbei sind, da ich mich dort nicht besonders Wohl fühle. Dort habe ich es mit Händen greifen können, was ich in diesem Artikel gelesen habe. Es war nicht nur der Umgang, worüber man redet („wir wollen uns besser kennen lernen, darum soll jetzt mal ein ganz wichtiges Erlebnis erzählen“), sondern alles. Schwer zu beschreiben – und damit eigentlich irrelevant für einen Blog 😉 – aber trotzdem. Oft habe ich von Frauen gehört, Spiritualität sei doch eigentlich etwas so männliches, warum denn dann keine Männer kommen. Mag sein, dass Spiritualität männlich ist, aber nicht so, wie es häufig in unseren Gemeinden praktiziert wird. Dort hat es häufig einen sehr ‚weiblichen‘ Charakter. Vielleicht gibt es deswegen so wenig ‚echte Kerle‘ unter den Christen, vielleicht werden sie durch unsere femininen Formen automatisch weichgewaschen – oder ist Christentum von Natur aus etwas für eher ’softe‘ Typen??? Eigentlich nämlich ganz und gar nicht.

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